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  • Alte Tuxer Tracht


Der Erste Weltkrieg hat die Länder Europas und seine Menschen nachahltig verändert und hatte dieser Krieg auch unmittelbaren Einfluss auf unser Gesamt-Tirol. Die Standschützen kamen als „letztes Aufgebot“ an die Südwestfront, nachdem sich abzeichnete, dass Italien an Österreich den Krieg erklären wird. Ohne den schnellen Einsatz gleich zu Kriegsausbruch, wäre ein Halten der Front unmöglich gewesen. Der Krieg war überall, ganz besonders aber an den Grenzen im Süden, teils in Südtirol, hauptsächlich aber in Welschtirol. Ein Schwachpunkt war vor allem die allgemein schlechte Ausrüstung und die wenigen und zum Teil veralteten Waffen. Das Schlimmste, vor allem im ersten Kriegswinter, waren die unglaublichen Schneemengen. Tausende kamen durch Lawinen ums Leben. Unsagbarer Schmerz durch Entbehrung , Kälte, Hunger und Einsamkeit kennzeichneten die Kriegsjahre. Unvorstellbar waren die Belastungen in Fels und Eis - und das über drei Jahre lang. Gegen Ende des Krieges verschlimmerte sich die Versorgungslage dermaßen, dass an Nachschub von Essen und Munition kaum mehr zu denken war. Durch unglückliche Umstände gerieten noch Tausende in Gefangenschaft und vor allem wurde unser Land widerrechtlich besetzt und die Teile südlich des Brenners (Südtirol und Welschtirol) abgetrennt.

Die Schützenkompanien in allen drei Landesteilen (Tirol, Südtirol und Welschtirol) wollen gemeinsam einen Beitrag für die jeweilige Lokal- und Regionalgeschichte leisten.

Im Sommer 2015 werden an ausgesuchten Erstbegräbnisstätten unmittelbar hinter der ehemaligen Gebirgsfront Erinnerungskreuze und Informationstafeln aufgestellt. Jeder dieser Punkte wird gemeinsam von Kompanien aus allen Landesteilen betreut. Zillertaler Standschützen waren im Raum Val Sugana (Welschtirol) im Einsatz.

Die Beschäftigung mit der Geschichte ist nicht nur für uns Schützen wichtig. „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“, sagt Wilhelm von Humboldt.

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